Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Vanuatu

März/April 2016

 

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Der Südseestaat Vanuatu gehört mit seinen 83 Inseln zu den Neuen Hebriden, erstreckt sich über 1300 km und bietet knapp 260.000 Menschen eine Heimat. Die Fakten sind nüchtern, allerding ist die Region für uns der vulkanische Höhepunkt auf der Südhalbkugel bei unserer Reise um den Pazifischen Feuerring.  Drei Inseln besuchen wir die unterschiedlich nicht sein könnten . Die französische geprägte Insel Efate, mit der verschlafenen Hauptstadt Port Vila, die nur gelegentlich aus der Ruhe gebracht wird, wenn tausende Touristen von den riesigen Kreuzfahrtschiffen gekippt werden.

Die Insel Tanna mit dem kleinsten aktiven und kinderfreundlichsten Vulkan der Erde, der nur 361 Meter hohe Mt. Yasur, der selbst mit dem Fahrrad und Kind einfach zu erklimmen ist. Seit über 800 Jahren ist der Yasur fast permanent aktiv und trägt nicht umsonst den Beinamen, der Leuchtturm der Südsee. Wir radelten in Tanna durch dichten Dschungel, auf unwegsamen Pfaden, besuchten abgelegene Dörfer wo das Leben wie in einer Zeitkapsel vor hunderten Jahren stehengeblieben ist und hatten einige bizarre Begegnungen mit Anhängern der John Frum Bewegung, einer Form des Cargo – Kult, die in Erwartung eines Messias leben der sie mit westlichen Konsumgütern reichhaltig beschenken wird.

Die Insel Ambrym, die im Grunde genommen aus einem einzigen riesigen Schildvulkan besteht, ist eine der aktivsten Zonen im Südseeraum da sich hier die Pazifische- und die Australische Platte treffen. Die Vulkankegel Benbow und Marum sind hierbei am interessantesten, da sich im Krater Lavaseen mit ca. 1200 Grad Celsius befinden, und mit entsprechender Ausrüstung die Möglichkeit besteht relativ tief in den Krater einsteigen zu können.

Aus Mangel an Pfaden, und weit verstreuten Inselvulkanen ist Vanuatu nicht einfach mit dem Fahrrad zu bereisen, aber die Mühe allemal wert. Wie so oft wünschten wir uns viel mehr Zeit zu haben, und wieder einmal hören wir uns sagen: wir kommen wieder…  und bleiben länger… 

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Fiji

Februar / März 2016 

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Im europäischen Winter, ist Regen- und Zyklonzeit in der Südsee. Tropische Temperaturen, laue Regenfälle und Zyklonen gehören in dieser Zeit in Fiji , wie weißer Strand zum blauen Meer. Im Fruehjahr 2016 wurde der Inselstaat vom Zyklon Winston heimgesucht, der staerkste Sturm seit ueber hundert Jahren. 65000 Menschen sind betroffen und vielen hat der Sturm alles genommen. Wir sind waehrend des Sturmes schon vor Ort, harren die schlimmsten Tage an der Westkueste aus und radeln dann um die Hauptinsel Viti Levu. Was muss passieren um diese Menschen aus der Ruhe zu bringen ? Bula, Bula schallt es von ueberall, Menschen die alles verloren haben ueberreden uns in ihren Notunterkuenften zu bleiben und die ausgegebenen Lebensmittelrationen mit ihnen zu teilen. Beschaement fuer uns, selbstverstaendlich fuer die Fiji´s. Wir kommen nochmal und bereisen die anderen 331 Inseln …

 

 

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Hello, my friend!

NEUSEELAND

Januar/Februar 2016

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„Hello, my friend.“ – Captain Brad & 147 andere

„Awesome.“  Kate, Peter, …  & 367 andere

„F***ing awesome.“…  Michael,…  & 89 andere

„Nice set up.“ Richard , Sarah,… & 195 andere

„Crazy guys.“ Taylor,…  & 105 andere

 

Knapp zwei Monate und fast 2000 Kilometer auf dem Fahrrad verbrachten wir auf der neuseeländischen Nordinsel. Der Reaktion der Einheimischen nach zu urteilen gibt es nicht viele alleinreisende Väter die ihre Söhne die zahlreichen Berge hinaufziehen und wieder hinabrasen .  Die Folgen nahmen oft bizarre Züge an…  abrupt stoppende Autos und feilgebotene Süßigkeiten (für die Kinder – selbstverständlich), Filmaufnahmen aus fahrenden Fahrzeugen,  wegelagernde Kaltgetränkeanbieter, eine Seniorin die ihr Haus erstmalig für Unbekannte zur Verfügung stellte obwohl der Gatte nicht zugegen war, zahme LKW-Fahrer die uns überreden wollten die Räder aufzuladen,  ein Polizist der Jakob den Pass hinauf chauffierte den er sonst aufgrund Steilheit hätte laufen müssen, erzwungene Pausen (Kinder müssen in Pool schwimmen, Vater muss Bier mit Gastgeberin trinken), ein bedenkenlos überlassenes Auto um mal eben zu den See hochzufahren den wir uns sonst aufgrund abschreckender Höhenmeter geschenkt hätten…  Hello, my friend… selten zuvor wirkte diese Phrase so ernst gemeint wie in den letzten Wochen. Hier könnte es uns, und dies sagen sogar die Kinder, dauerhaft gefallen. Fast könnten wir den Kiwis verzeihen das sie alles mit Stacheldraht und Elektrozäunen abgrenzen , damit Schaf und Kuh nicht abhauen , aber wer schon mal ein Doppelkinderhänger über solche ein Zaun wuchten musste, nur um ein Platz für das Zelt zu finden, weiß das dies nicht immer Spaß macht. 

Auch landschaftlich hat dieser Teil der Erde einiges zu bieten. Der Inselstaates liegt am pazifischen Feuerring und ist mit vulkanischen Aktivitäten gesegnet. Aktive Vulkane, kochende Schlammtöpfe, Sulfatare, Geysire, fauchende Fumarolen…  Leider, und dies ist der Nachteil als alleinreisender Vater,  sieht man die meisten dieser wunderbaren Phänomene nur von Weitem, da die Jungs noch nicht bereit sind mal ein paar Tage mehr zu laufen. Da müssen wir anscheinend später nochmal vorbeikommen… 

Anbei eine kleine Auswahl an Photos. Diesmal etwas kind- statt vulkanlastig. Grüße von der anderen Seite, Arthur, Jakob und Oliver!

 

 

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SÜDWEST-PAZIFIK

Der Pazifische Feuerring 

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Wieder unterwegs! Seit einigen Wochen setzen wir unsere Fahrradweltreise um den Pazifischen Feuerring fort. Die nächste Etappe wird uns durch Neuseeland, Fiji, Vanuatu, die Solomonen und Australien führen.

Viele Grüße von der neuseeländischen Nordinsel!

 

 

 

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… wir nutzen die Zeit der Winterpause in Deutschland und zeigen den ersten Zwischenbericht unserer Reise um den pazifischen Feuerring.

plakat halle Der Pazifische Feuerring – Teil 1 Von der russischen Halbinsel Kamtschatka bis nach Neuseeland und von Südamerika bis nach Alaska zieht sich die geologisch und vulkanisch aktivste Zone der Erde – der Pazifische Feuerring. Über 40.000 Kilometer rund um den Pazifischen Ozean. Ausgehend von Kamtschatka, ihrer Zweitheimat, haben sich Elena Poddubnaya und Oliver Schmidt zusammen mit ihren Kindern Jakob (4) und Arthur (2) und ihren Fahrrädern auf den Weg gemacht um die schönsten und aktivsten Feuerberge entlang der Pazifikküste zu besuchen. Nach dem ersten Jahr, knapp 10.000 Kilometern und den bereisten Regionen Kamtschatka, Japan, China, den Philippinen und Indonesien sind sie zu Gast in Deutschland und geben den ersten Zwischenbericht …

Termine:

16.10.2015 – Hamburg – Globetrotter Filiale, Wiesendamm 1, 20:30 Uhr

30.10.2015 – Dresden – Globetrotter Filiale, Prager Str. 10, 20:30 Uhr

05.11.2015 – Potsdam – Naturfotoherbst, Lindenstraße 34, 19:00 Uhr

15.11.2015 – Leipzig – „Welt im Sucher“, Pentahotel, Großer Brockhaus 3, 18:00 Uhr

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Juni – September 2014

Einige Monate tauschten wir die Fahrräder gegen die Wanderschuhe, das Familienzelt gegen das Küchenzelt und die Subtropen gegen das gemäßigte Klima des Nordens.  Kamtschatka bot wieder die grandiose Kulisse eine eindrücklichen Trekking- und Bergsteigersaison in der unberührten Wildnis. Wir erschlossen uns neue Wanderrouten im Kronotzki Totalreservat und im nördlichen Vulkangebiet, hatten das Glück mit durchweg sehr angenehmen Gästen Reisen zu dürfen und haben unser Blockhausprojekt weiter vorantreiben können.

Nun wäre es an der Zeit die Radreise um den pazifischen Feuerring fortzusetzen, aber die angespannte finanzielle Situation zwingt uns zu einer Zwangspause in Deutschland. Sollte es da draußen Menschen geben, die glückliche Sponsoren werden möchten oder ihre Kamtschatkareise in den kommenden Jahren jetzt schon buchen wollen, melden sich bitte ! 😉

 

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Hati Hati, Bali !

Mai 2014

Familytransport

 

 

Schließe deine Augen und denke an Bali … endlose von Palmen gesäumte Strände, perfekte Surf-, Schnorchel- und Tauchreviere , spektakuläre Vulkanlandschaften, kulinarische Köstlichkeiten, warmherzig lächelnde Menschen und eine reiche vorwiegend hinduistische Kultur die alle Bereiche des Lebens durchzieht, von farbenprächtigen Blumenopfergaben bis zu aufwendigen und tagelangen Prozessionen der Eingeborenen … das Paradies, ein Platz auf dieser Welt wie kein anderer. Nun öffne deine Augen steig in Auto oder Bus, Reise von Resort zum Hotel zur Wellnessfarm und du wirst diese Insel tatsächlich als das letzte Paradies erleben. Steige nun auf dein schwer beladenes Fahrrad, verzurre deine Kinder und du wirst Bali nicht wiedererkennen. Plötzlich bist du sehr langsam und angreifbar. Die auf Touristen spezialisierten Händlerhorden haben leichtes Spiel mit Dir, Preise für die alltäglichsten Dinge schnellen in die Höhe und die Forderung der wegelagernden Kinder nach deinem ‚Money‘ kannst du nur unschwer überhören. Den lautstarken Forderungen der Halbwüchsigen wird gelegentlich mit fliegenden Steinen Nachdruck verliehen, die winkende Hand formte sich geflissentlich in einen gereckten Mittelfinger und das böse F-Wort gehört scheinbar zum guten Umgangston. Was ist denn hier los?

Der Tourismus, und dies ist augenscheinlich, wird der Insel gefährlich. Die Farmer verkaufen ihr Land an Investoren, aus 1000 Jahre alten Reisterrassen werden Hotels, aus Bauernsöhnen Fremdenführer. Für die drei Millionen Touristen pro Jahr sollen in den letzten Jahren über 30.000 neue Hotelzimmer entstanden sein. Ein neuer Flughafen, mit Direktflügen aus Europa wurde ebenfalls errichtet. Jetzt wird das Wasser für die Felder knapp, der Müll nimmt zu und der Massentourismus frisst sich vom Süden her die Küste hinauf. Wenn eine Abhängigkeit vom Tourismus entsteht, ist die Balance in Gefahr. Doch Balance ist alles, worum es im Leben der hinduistischen Balinesen geht. Gute und böse, ordnende und auflösende Kräfte liegen in einem ständigen Kampf, und man muss nicht nur den Göttern Opfer bringen, um ihnen zu danken, sondern auch den Dämonen um sie zu beschwichtigen. Das Fabelwesen Barong, Anführer der guten Geister, und Rangda, die hängebrüstige Königin der Hexen, leben beide im selben Kosmos, beide sind nötig um die Welt in Harmonie zu halten. In den lärmigen Urlaubszentren im Süden ist die Balance durcheinandergeraten. Viele der Balinesen brauchen den Tourismus zum Leben, aber er beunruhigt und verändert sie auch nachhaltig.

So gesehen war unsere Reise durch Bali letztendlich fast ausbalanciert … es gab viel mehr Höhepunke, mit Vulkanbesteigungen, spirituellen Tempelzeremonien, intensive Begegnungen mit Menschen die wir vor allem unseren Kindern verdanken, traumhafte Fahrradpfade, Tagen am Meer und des süßen Nichtstuns und wenige, aber sich in das Gedächtnis eingrabende Tiefpunkte, mit aggresiven Verkäufern,  rücksichtslosen Autofahrern,  Kinder die Wegezoll einfordern und wilde Fluchten im Steinhagel.

Nach über einem halben Jahr entlang des pazifischen Feuerringes und fast 10.000 Kilometern werden wir nun einige Monate pausieren und den Sommer in Kamtschatka verbringen. Wir hoffen nach der Trekking- und Bergsteigersaison im Herbst / Winter die Reise um den Pazifik ab Bali und Lombok  gen Australien, Ozeanien und Neuseeland fortsetzen zu können. Wir geloben regelmäßigere und vielleicht auch umfänglichere Berichterstattungen 😉

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